wir weit weg

wir weit weg ist ein Projekt, das die internationale Mobilität und interkulturelle Kompetenz von Jugendlichen fördert, die nicht das Abitur anstreben. Zudem lernen die Teilnehmenden Angebote der außerschulischen Bildung vor Ort kennen und können dank des partizipativen Ansatzes erste Erfahrungen im Projektmanagement sammeln. (ausführlicher auf der Projekthomepage)

Ablauf

Eine Gruppe von etwa 10 bis 20 Jugendlichen ( 7 bis 9. Klasse) entwickelt und organisiert unter Anleitung von zwei Coaches (Studierende mit Auslandserfahrung, die als Coach geschult werden) in wöchentlichen Treffen eine internationale Jugendbegegnung im Ausland sowie eine Rückbegegnung im Inland (jeweils eine Woche). Im Zuge der Vorbereitung lernen die Teilnehmenden zudem verschiedene Felder der außerschulischen Bildung kennen (z.B. Jugendkulturarbeit, Makerspaces, Umweltbildung, Medienbildung, etc.)

Das Projekt läuft ein Jahr. Es startet nach den Herbstferien 2017 und endet im Herbst 2018. Die Gruppe trifft sich in den Räumen der Schule nach dem Unterricht mit den Coaches wöchentlich für etwa 90 bis 120 Minuten. Im zweiten Projekthalbjahr wird der Rhythmus gegebenenfalls auf 14-tägige Treffen reduziert.

Was bedeutet es eine Jugendbegegnung zu konzipieren und organisieren?

Bei einer internationalen Jugendbegegnung treffen sich Jugendliche aus zwei oder mehreren Ländern für einen Zeitraum von ein bis drei Wochen und machen gemeinsam ein Workshop-Programm zu einem bestimmten Thema. Zudem stehen das Kennenlernen der anderen Teilnehmenden sowie die Auslandserfahrung im Vordergrund. In der Regel übernachten alle Gruppen gemeinsam in einer Unterkunft (Hostel, Jugendbildungsstätte oder ähnlicher Einrichtung), die auch Räume für die Workshops bietet. Eine Jugendbegegnung entwickeln und organisieren bedeutet daher für uns: den Zielort und eine Partnergruppe zu finden und auszuwählen, das Thema und das Workshop Programm zu entwickeln, die Reise zu organisieren sowie eine finanzielle Förderung zu finden.

Projektphasen 2017 -2018

Oktober 2017  Kennenlernen als Gruppe
November- Dezember 2017 Wo wollen wir hin? Was wollen wir machen? Wie kommen wir dahin? Wie bekommen wir es bezahlt?
Januar 2018 Antrag bei ERASMUS+
März – April 2018 Übungen zur Interkulturellen Kompetenz? Was wollen wir bei der Rückbegegnung machen?
Mai – Juni 2018 Nach Bewilligung der Förderung: Konkrete Vorbereitung der Begegnung und Rückbegegnung.
Sommer 2018  Durchführung der Begegnung
August – September 2018  Nachbereitung der Begegnung und Vorbereitung der Rückbegegnung
Oktober 2018 Rückbegegnung
Oktober – November Nachbereitung, Abrechnung, Dokumentation

Beteiligte

  • 10 bis 20 freiwillig teilnehmende Jugendliche aus den Klassenstufen 7 – 9
  • Ehrenamtliche Coaches, geschulte junge Erwachsene, überwiegend Studierende; Projektkoordination: KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. – Internationale Arbeit
  • Vier Oberschulen, zwei aus Leipzig, eine aus Chemnitz und eine aus dem Landkreis Leipzig;
  • Partnerorganisationen im europäischen Ausland, abhängig von Entscheidung der teilnehmenden Jugendlichen.

Rolle der Schule

Die Schule stellt die Räume und eine/n Ansprechpartner/in für die Coaches, mit dem sie ggf. organisatorische Fragen klären können. Inhaltlich muss kein/e Lehrer/in mitarbeiten. Die Schule ermöglicht, dass das Projekt einmal in den 8. Klassen vorgestellt werden kann. Zudem gibt es das Angebot für das Kollegium einen pädagogischen Tag zum Arbeiten in interkulturellen Kontexten anzubieten. Der Ort Schule ist für das Projekt wichtig, weil er auf Seiten der Teilnehmenden ein Maß an Verbindlichkeit schafft, das sich im Kontext der offenen Jugendarbeit selten kreieren lässt. In der ersten Projektphase brauchen wir es. Später sind die Jugendlichen dann einfach aus Begeisterung dabei. Wir freuen uns sehr, wenn die Schule das Projekt in ihren Netzwerken bekannt macht. Als Motivationshilfe hat sich in der letzten Projektphase erwiesen, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein paar Tage vom in der Ferienrandzeit vom Unterricht freigestellt wurden. Dies ist aber nicht entscheidend für den Projekterfolg.

Rolle der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. Internationale Arbeit

Die KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. ist Projektträger. Wir kümmern uns um die Beantragung der Mittel, die Konzeption, die Schulung der Coaches, die Begleitung der Gruppen und Coaches während der gesamten Projektlaufzeit. Außerdem gibt es eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt auf Kommunaler / Landes- und Bundesebene.

Förderer Finanzen

Das Projekt wird zwischen 2017 und 2019 aus Mitteln des KJP Innovationsfonds des BMFSFJ sowie 2017 und 2018 aus Mitteln des Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig (AfJFB) der Stadt Leipzig gefördert. Diese decken die Koordination und die Aufwendungen für Coaches und Material.

Für die Begegnungen werden Anträge bei ERASMUS+ dem Mobilitätsprogramm der Europäischen Kommission gestellt oder ggf. bei den bilateralen Förderwerken oder Landesförderprogrammen.

Geschichte des Projekts wir weit weg

In Leipzig gab es von 2014 bis 2016 ein Vorgängerprojekt. An drei Oberschulen entwickelten Gruppen erfolgreich ihre Jugendbegegnung unter der Anleitung von Coaches. Die erste Runde wurde vom AfJFB der Stadt Leipzig getragen. Allerdings sparte dieses seine Fachstelle für Internationale Jugendarbeit und die operative Arbeit im Feld ein. Die ehrenamtlichen Coaches und die beteiligten freien Träger wollten aber, dass das erfolgreiche Projekt weitergeführt wird. Im Zuge eines Beratungsstipendiums von Startsocial entschloss sich die Gruppe wir weit weg unter dem Dach der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. zu organisieren. Im Juni 2017 wurde die Förderung der Projektphase 2017 bis 2019 aus Mitteln des Innovationsfonds des Kinder- und Jugendplan des Bundes bewilligt.

gefördert durch:

 

 

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