Fast Feet, Slow Food – Internationale Jugendbegegnung vom 22. bis 27. April

Drei Gruppen aus Griechenland, Polen und Deutschland trafen sich in Leipzig. Zuvor hatten sich alle bei einer ersten Begegnung in Thessaloniki in Griechenland kennengelernt. Dank des Projekts wir weit weg haben die deutschen Jugendlichen einen Großteil der Organisation des Programms selbst übernommen. Die Teilnehmenden im Alter von 13 bis 17 Jahren verbrachten eine Woche mit vielen Workshops, Unternehmungen und natürlich Spaß. Das Thema dieser Begegnung war Fast Feet – Slow Food, deshalb gab es in dieser Woche viele sportliche Aktivitäten, z.B. einen Parkour-Workshop. Außerdem war das Essen an den meisten Tagen komplett vegetarisch, super gesund!

Der Austausch fand meist mehrheitlich in dem schönen Haus der Kulturwerkstatt KAOS statt. Zu den Programmpunkten zählten: griechisch-polnisch-deutsche Sprachanimation, Billardabend, Stadtrallye, aber auch verschiedene Workshops. Darunter fand sich z.B. ein Fotoworkshop, bei dem die Jugendlichen die Möglichkeit hatten, Lichtmalerei auszuprobieren! Außerdem gab es einen Videoworkshop, bei dem die Jugendlichen selbst ein Video über gesunde Bewegung aufgezeichnet und bearbeitet haben und einen Schreibworkshop, bei dem die Teilnehmenden zu JournalistInnen wurden und Interviews und schließlich eine Umfrage über gesunden Lebensstil machten!

Nach einer gemeinsamen Woche war der letzte Tag hart, es wurden sehr schöne Dinge zwischen den Teilnehmenden gesagt, z.B.  “Danke für all die guten Witze”, “Danke, dass du so ein guter Freund bist” oder einfach “Danke für alles”. Wir beendeten die Begegnung mit dem schönsten Abend: Privatkonzert, Disco-Party und Lagerfeuer!

Der Abschied war herzzerreißend und alle Teilnehmenden hoffen, sich bei einer neuen Begegnung in Polen wiederzusehen, obwohl wir noch nicht wissen, ob das möglich sein wird.

Aus alt mach neu! – Upcycle Your Life

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Zur Zeit der weißen Nächte, nämlich im Juli 2017 kamen in Estlands Hauptstadt Tallinn jeweils 5 TeilnehmerInnen aus 5 europäischen Ländern (Polen, Italien, Deutschland, Bulgarien und Estland) zusammen. Entrepreneurship und Kreativität waren gefragt, denn im Makerspace von Tallinn, einer Werkstatt ausgestattet mit allen möglichen Gerätschaften (Sägen, Holz, 3D Drucker, Lasercutter) galt es aus alten Materialien Neues zu schaffen. Upcycling heißt diese besondere DIY Methode. Im Gegensatz zum Recycling geht es nicht um die Aufwertung eines Abfallproduktes sondern um dessen Umwandlung und Neugestaltung. So wurden aus alten Telefonen mit Wählscheiben, leeren Whiskeyflaschen oder zerkratzten Schallplatten originelle Lampen, die anschließend nicht nur auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Tallinn zu sehen sondern für eine kleine Spende auch zu haben waren. Oben drauf gab es ein buntes Rahmenprogramm mit City Rally, interkulturellem Abend und Stadtrundgang. Ein Folgeprojekt ist auch schon in Planung und findet hoffentlich im Juli 2018 in Leipzig statt.

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Förderung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission sowie durch die Organisation und Durchführung durch das ehrenamtliche Engagement der Coaches International wie Jessica Reinsch.

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union

Follow me – Internationale Jugendbegegnung in Krakau

Wiedersehen auf internationaler Bühne!

Szczepanski Platz in Krakau, Polen am 11. Juli 2016: Ein Schild am Rand des abgesperrten Performanceplatzes mit der Aufschrift: Follow Us, ein VIP-Schildchen am Körper, sich auflockernde, lachende Gesichter, im Sonnenlicht schillernde Rettungsdecken, Kopfhörer im Ohr und tanzende PerformerInnen und Zuschauer. Applaus! So endete die 2. Aufführung der Straßentheaterperformance einer internationalen Jugendbegegnung auf dem ULICA, dem 29. internationalen Straßentheaterfestival der Stadt. Danach gab es erst einmal persische Eiscreme und bereits die ersten Abschiedsgrüße und -tränen.

Dazu kam es, weil 18 Jugendliche und junge Erwachsene aus den Partnerstädten Krakau, Thessaloniki und Leipzig und ein kleines, deutsch-polnisch-griechisches Team aus Pädagogen*innen, einer Schauspielerin sowie Tanzpädagogin sich den Fragen stellten: Wie kann jeder und jede etwas über sich selbst, die anderen Teilnehmenden und Techniken des Straßentheaters lernen? Wie stellen wir gemeinsam eine Straßentheaterperformance in 5-6 Tagen auf die Beine? Der Titel der Begegnung „Lights and Shadows“ war offen genug, dass wir kreativ Themen entwickeln konnten, ähnlich wie ein Jahr zuvor in Leipzig.

Die Gruppe aus Deutschland reiste mit dem Fernbus ins geschichtsträchtigen Krakau, wo es für 10 Personen ein Wiedersehen aus dem Vorjahr aus Leipzig bedeutete. In Krakau gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm bestehend aus Stadt-Rally, einer Präsentation der eigenen Entsendungsorganisation, Museumsbesuch unter dem zentralen Marktplatz, etwas Freizeit, einem Ausflug ins Erlebnisbad, einem Abschluss-Dreigänge-Menü in einem exquisiten Restaurant und viel Straßentheaterbesuchen. Im Zentrum standen aber die Entwicklung der Performance und das Kennnelernen untereinander. Im „Centrum Młodzieży“ wurde der Theaterraum und weitere Proberäume für verschiedene, professionell angeleitete Übungen zu Bewegungsabläufen und um dem eigenen Möglichkeiten in den Bewegungen zu begegnen, genutzt. Dort wurden die TeilnehmerInnen zu Groupies, Guru-AnhängerInnen oder gar StalkerInnen schillernder Persönlichkeiten aus Sport, Religion, Politik, Musik, Kino, Fernsehen oder der Comedian Bühne. Aus einer solchen Übung entwickelte sich die Frage: Wem folgen wir da eigentlich täglich (in den Medien)? Können wir dem Etwas abgewinnen oder sollte man heutzutage alles anzweifeln? Und weil uns die Fragen packten, machten wir daraus Thema und Titel unserer Performance: „Follow Us“.

Zurück auf den SzczepanskiPlatz: „Ich beginne eben die Amy Winehouse Diät.“, „Bevor sie etwas zu Donald Trump sagen, möchte Ihnen noch etwas über ihn erzählen.“ oder „Ich möchte, dass Millionen Menschen mich anbeten.“ waren einige der ersten Sätze mit denen die Teilnehmenden im Off-Stage Bereich die Zuschauer lockten, ein paar Momente mit ihnen zu reden oder zu zuhören. Was dadurch angestoßen werden kann! Ein Song ertönte und die Performance begann. Zum Schluss gab es ein Happy End für alle. Denn alle Teilnehmenden und das Team nahmen sehr viel mit aus dieser intensiven Woche: mehr Selbstbewusstsein, Tatendrang, die Welt weiter zu beeinflussen und das Gefühl Freunde in der Welt zu haben.
Alle Beteiligten freuen sich schon auf ein weiteres Wiedersehen im kommenden Sommer, hoffentlich in Thessaloniki.Wir danken allen TeilnehmerInnen, dem „Centrum Młodzieży Jordana“, dem griechischen Verein Sxedia in Poli und der Kindervereinigung Leipzig für diesen Freiraum, den wir kreativ nutzen konnten! (Text: Andreas Wujanz)

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Förderung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission

25 Jahre EAICY – Europäische Verständigung nicht nur in der EU

Am 10. November feierte die Organisation EAICY ihr 25-jähriges Jubiläum in Vilnius. Die Abkürzung steht für European Association of Institutions of Non-formal Education of Children and Youth. Der Name ist sperrig, aber die Ziele sind klar. Über Grenzen hinweg soll non-formale Bildung, in Deutschland sagen wir oft außerschulische Bildung gefördert werden. Zur non-formalen Bildung zählen wir in diesem Kontext fast alles was außerhalb der Schule am Nachmittag in Gruppen gemacht wird. Dabei sind die Kontakte über die Grenzen der EU hinaus für alle sehr wichtig. Mitglieder der Organisation sind Einrichtungen aus Georgien, Lettland, Litauen, Weißrussland, Russland, der Ukraine, Polen, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden, Kasachstan, der Republik Südafrika und Deutschland. Viele der Mitgliedsorganisationen sind Jugendkulturhäuser. Sie bieten ein sehr breitgefächertes Nachmittagsangebot für Kinder und Jugendliche an. Vorstellen kann man sie sich als einen Mix aus Musikschule, Sportverein und soziokulturellem Zentrum.

In den 1990er Jahren war es für die Länder sehr wichtig dieses Netz untereinander zu entwickeln und auch sich gegenseitig auch bei der Transformation der Einrichtungen in die neuen Gesellschaftssysteme zu unterstützen. Heute ist das Netz vor allem dazu da, verlässliche Projektpartner zu haben, mit denen man immer wieder gut zusammen arbeiten kann. Unsere letzten Projekte mit Organisationen, die auch in EAICY Mitglied sind, waren im Sommer 2016 die polnisch-griechisch-deutsche Tanz/Theaterbegegnung sowie die deutsch-tschechische Jugendbegegnung im Herbst 2016. Am Rande der Konferenz “Global Challanges for Education” in Vilnius feierte die EAICY ihr 25-jähriges bestehen mit einem festlichen Abendessen.

 

Outrage – 10 things that make my blood boil

Wirtschaftskrise, Perspektivlosigkeit, nationalistische oder rassistische Parolen, häusliche Gewalt, unbefriedigender Schulalltag, politisch motivierte Gewalt, … — Es gibt viele empörende Dinge.   „Empörung – 10 Dinge, die mich auf 180 bringen“ war das Motto unter dem sich 16 Juendliche und 6 Teamer_innen aus Griechenland, Polen und Deutschland im August 2015 in Leipzig trafen. Gemeinsam diskutierten sie was sie auf empört und entwickelten aus diesen Themen eine Performance. In den Diskussionen lernten sich alle Beteiligten besser kennen. Beim Entwickeln von Szenen zu den Themen entdeckten alle Teilnehmenden wie viel sich mit Händen und Füßen und dem ganzen Körper ausdrücken lässt. Fasziniert waren alle Teilnehmenden, dass sie es in einem internationalen Team, mit oft nur geringen Englischkenntnissen schafften eine sehenswerte Performance auf die Beine zu stellen. Das Arbeiten an der Performance und das Diskutieren der Themen hat allen Spaß gemacht. Aber natürlich wurde abends auch gemeinsam gefeiert, getanzt oder die Stadt entdeckt. Die Performance wurde im Rahmen des KAOS Kultursommers präsentiert. Zum Abschluss entdeckten alle gemeinsam noch einen Tag lang Berlin und performten zum Abschluss auf dem Tempelhofer Feld.

Eindrücke von von der Begegnung vermitteln auch die folgenden Bilder.

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Sehr wohl gefühlt haben wir uns in den Räumen von Hostel und Garten Eden. Vielen Dank für die großartige Zeit!

2016 soll es eine Fortsetzung des Projekts in Krakau geben. Interessierte können sich hier informieren und anmelden.

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Programms ERASMUS+

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union