We are intercultural! Internationale Jugendbegegnung vom 13. bis 19. April

We are intercultural! war das Thema des internationalen Jugendaustauschs zwischen Finnland, Frankreich und Deutschland.

Dabei befassten sich die Teilnehmenden mit dem Thema Interkulturalität. Gerade nach den Ereignissen in Chemnitz im Sommer 2018 ist es wichtig, den jungen Menschen zu zeigen, wie gewinnbringend es ist, Freunde im Ausland zu haben. “Ich finde es toll, dass ich während des Meetings die ganze Zeit Englisch spreche”, meinte Liska Rulff, eine Teilnehmerin aus Chemnitz. “Vielleicht habe ich nicht viel neues Vokabular gelernt, aber ich habe keine Angst zu sprechen”, sagte sie glücklich.

Nach ihrem ersten Treffen in Finnland trafen sich die Jugendlichen in Chemnitz wieder. Eine Woche lang lebten die 13 bis 19 Jahre alten Teilnehmenden zusammen und nahmen an verschiedenen Aktivitäten wie einem Graffiti-Workshop oder Geocatching teil… sie gingen sogar klettern!

Abends hatten sie die Möglichkeit, die Länder ihrer AustauschpartnerInnen kennenzulernen und einige ihrer traditionellen Gerichte zu probieren. Abgesehen davon gab es natürlich auch das obligatorische Lagerfeuer mit Marshmallows und Stockbrot.

Während ihres Tagesausflugs nach Weimar besuchten sie das Konzentrationslager Buchenwald. Alle waren sehr bewegt, aber auch froh, mehr über die Geschichte dieses Ortes erfahren zu haben.

Die Jugendlichen selbst haben eine Straßenkampagne über Europa erstellt, einige Osterspiele, ein Europa-Quiz, eine Mind-map und verschiedene Stände vorbereitet, an denen sie PassantInnen eingeladen haben, Spaß zu haben und ein wenig über Europa zu lernen.

Janina Rüther, eine der Chemnitzer Teamerinnnen, erzählte uns, warum die Jugendlichen dieses Thema gewählt haben: “Sie haben über die Vorfälle in Chemnitz im vergangenen Sommer nachgedacht, über #wirsindmehr und wollten sich aktiv an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen. Deshalb haben sie eine Straßenkampagne entwickelt und wollten den ChemnitzerInnen zeigen, dass sie keine Angst vor Menschen aus anderen Ländern haben sollen, im Gegenteil. Für die Teilnehmenden aus Frankreich und Finnland war der Besuch in Weimar und Buchenwald besonders wichtig, weil sie sich sehr für die Geschichte Deutschlands interessieren und das sind zwei der Dinge, die einem zuerst in den Sinn kommen, wenn man über Deutschland spricht”.

“Ich finde es toll, dass es dieses Projekt an unserer Schule gibt”, sagte eine Lehrerin an der Schule, die Deutsch und Französisch unterrichtet. “Lange Zeit habe ich versucht, Schulpartnerschaften im Ausland für den Schüleraustausch aufzubauen, manchmal hat das funktioniert, aber nie über einen längeren Zeitraum und schließlich haben wir derzeit keinen Schüleraustausch an der Schule. Umso erfreulicher ist es, dass wir jetzt ein Teil von wir weit weg sind”, sagte die Lehrerin. Sie würde sich freuen, wenn das Treffen, das nun in Finnland und Chemnitz stattfand, auch in Frankreich stattfinden könnte.

Der Abschied war für alle Teilnehmenden schwer. Sie hoffen, sich baldmöglichst in Frankreich wiederzusehen.

wir weit weg in Finnland – ein Reisebericht

Seit Oktober letzten Jahres diskutierten und planten wir, trafen Vorbereitungen und machten Ausflüge. Wir gaben unser Bestes und arbeiteten wöchentlich auf ein Ziel hin: eine finnische und eine französische Jugendgruppe im August in Finnland zu treffen. Die 9 deutschen Teilnehmer, die die 8. Klasse der Diesterwegschule in Chemnitz und die 7. Klasse der OS in Frohburg besuchten, haben mit ihren Ideen aktiv an der Umsetzung der Jugendbegegnung mitgewirkt.

Am Freitagabend, den 04.08. um 22 Uhr, begaben wir uns voller Vorfreude auf eine fast 20-stündige Reise mit der Bahn, dem Bus und dem Flugzeug. Wirklich erschöpft, aber sehr glücklich, trafen wir schon in Helsinki auf die französische Gruppe, mit der wir gemeinsam nach Tampere fuhren. Ein erstes gemeinsames Uno-spielen eröffnete das Kennenlernen, was gut eine Woche später in einem Abschied, der allen schwerfiel, endete.

Angekommen in unserer ersten Unterkunft in Virrat starten wir die ersten Namens- und „Ice-breaker-“spiele. 26 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren und 6 Coaches im Alter von.. sagen wir.. älter, gaben sich nun die größte Mühe mit der richtigen Aussprache und dem Behalten des ein oder anderen Namen.

Das Programm für die nächsten Tage war ziemlich umfangreich und vielfältig: von Diskussionen über Stereotype und über Teilnahmemöglichkeiten von Jugendlichen an Entscheidungsfindungen, die nächsten Erasmus+-Anträge und einem Besuch in der finnischen Schule und in Tampere, über viel Bewegung in Form von Pesäpallo, Mölkky, klettern, wandern, Boot fahren und schwimmen. Auch die von den einzelnen Ländern organisierten Abende trafen auf große Zustimmung und weckten die Vorfreude auf die nächsten geplanten Begegnungen in Deutschland und in Frankreich. Das Highlight waren die Saunen, in denen viel Zeit verbracht wurde. Die Abkühlung danach in einem der unzähligen Seen und Flüssen war Pflicht!

Everyday life goes intercultural“ ist das Thema der Begegnung. Die Jugendlichen haben neben den Jugendherbergen in Virrat und Sastamala auch zwei Nächte in finnischen Familien verbracht. In kleinen Gruppen haben sie dort einen Einblick in den Alltag bekommen, von dem jeder begeistert berichtete.

Es wurden Freundschaften geknüpft, neue Dinge gelernt und eine unglaubliche Landschaft bestaunt. Wir können es alle kaum erwarten uns, wenn alles glatt läuft, im Frühling nächsten Jahres wieder zu sehen.

Kiitos an alle Beteiligten!  Wir bereiten uns jetzt auf die nächste Begegnung vor!

 

Gefördert wurde die Jugendbegegnung in Finnland durch das ERASMUS + Projekt der Europäischen Komission. Einen großen Dank gebührt der finnischen Organisation Marttinen, die diese Begegnung ebenfalls möglich gemacht hat!

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union

We got the power! oder wie wir Mauren überwinden – Murs Murs 2017 in Bosnien

 

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10 spannende Tage verbrachten die Teilnehmenden in diesem Jahr in Goražde, Bosnien-Herzegowina. Innerhalb des Projektes „Murs Murs“ – entwickelt und gefördert durch das Maison des jeunes et de la culture Bretagne – fanden sich erstmals Jugendliche aus 6 Nationen zusammen: Tunesien, West-Jordanland, Belgien, Frankreich, Bosnien-Herzegowina und Deutschland. Exkursionen nach Sarajevo, spannende Diskussionen über Politik, kreative Workshops wie Kunst, Theater oder Multimedia, ein gemeinsames Barbecue und das spontane Straßenfest direkt vor der Alija-Izetbegović-Brücke rundeten die erlebnisreiche Zusammenkunft ab. Für die Erkundung der Stadt und das Sammeln kultureller Eindrücke blieb ebenso genügend Zeit wie für interessante Gespräche, künstlerische Workshops und das Knüpfen neuer Freundschaften. Alle hatten eine Menge Spaß. Es bleiben Erinnerungen und Freundschaften fürs Leben sowie die entstandenen Kunstwerke oder das Magazin. Nicht möglich wäre die Organisation und Durchführung der Begegnungen ohne das ehrenamtliche Engagement von BetreuerInnen wie Naschwa Amer und Alexander Kürth und die finanzielle Unterstützung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission.

Macht euch selbst ein Bild von der Jugendbegegnung und blättert in dem Magazin, welches während der Zusammenkunft in Goražde von den Teilnehmenden selbst erstellt wurde.

Murs Murs Magazin 2017

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union

 

 

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25 Jahre EAICY – Europäische Verständigung nicht nur in der EU

Am 10. November feierte die Organisation EAICY ihr 25-jähriges Jubiläum in Vilnius. Die Abkürzung steht für European Association of Institutions of Non-formal Education of Children and Youth. Der Name ist sperrig, aber die Ziele sind klar. Über Grenzen hinweg soll non-formale Bildung, in Deutschland sagen wir oft außerschulische Bildung gefördert werden. Zur non-formalen Bildung zählen wir in diesem Kontext fast alles was außerhalb der Schule am Nachmittag in Gruppen gemacht wird. Dabei sind die Kontakte über die Grenzen der EU hinaus für alle sehr wichtig. Mitglieder der Organisation sind Einrichtungen aus Georgien, Lettland, Litauen, Weißrussland, Russland, der Ukraine, Polen, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden, Kasachstan, der Republik Südafrika und Deutschland. Viele der Mitgliedsorganisationen sind Jugendkulturhäuser. Sie bieten ein sehr breitgefächertes Nachmittagsangebot für Kinder und Jugendliche an. Vorstellen kann man sie sich als einen Mix aus Musikschule, Sportverein und soziokulturellem Zentrum.

In den 1990er Jahren war es für die Länder sehr wichtig dieses Netz untereinander zu entwickeln und auch sich gegenseitig auch bei der Transformation der Einrichtungen in die neuen Gesellschaftssysteme zu unterstützen. Heute ist das Netz vor allem dazu da, verlässliche Projektpartner zu haben, mit denen man immer wieder gut zusammen arbeiten kann. Unsere letzten Projekte mit Organisationen, die auch in EAICY Mitglied sind, waren im Sommer 2016 die polnisch-griechisch-deutsche Tanz/Theaterbegegnung sowie die deutsch-tschechische Jugendbegegnung im Herbst 2016. Am Rande der Konferenz “Global Challanges for Education” in Vilnius feierte die EAICY ihr 25-jähriges bestehen mit einem festlichen Abendessen.

 

Murs Murs 2015 / Herausforderungen Mauern 2015

Murs Murs 2015 / Mauern Herausforderungen 2015 war ein Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene aus Belgien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich und Palästina. Alle 38 Teilnehmenden und ihre 10 Betreuer fanden sich am 30. Juli 2015 in Frohburg ein, um gemeinsam 10 Tage miteinander zu verbringen.

Einige der Teilnehmenden kannten sich schon von einer Begegnung im Vorjahr in Frankreich. Alex wiederum ist dabei, weil ihm eine Freundin vorgeschwärmt hatte. Und am Ende meinte er:  “Es war herzlich, familiär und einfach viel Spaß und das obwohl wir auch viele ernste Themen besprochen haben.” Continue reading “Murs Murs 2015 / Herausforderungen Mauern 2015”