Das Projekt „Wir weit weg“ begibt sich unter das Dach des KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.

„Wir weit weg“ ist das Motto, unter dem Schülerinnen und Schüler von drei Leipziger Oberschulen zusammen mit ihren Coaches International – Studierende mit Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit – internationale Jugendbegegnungen entwickelten und durchführten. 2016 trafen sich drei Gruppen aus Leipzig mit Jugendlichen in Spanien und Italien. Gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Gastgebern verbrachten sie acht Tage mit vielen spannenden Workshops und Ausflügen. Sie sammelten viele Eindrücke und merkten, dass ihr Englisch viel weiterträgt als ihre LehrerInnen meinen und es sich wirklich lohnt Fremdsprachen zu lernen. Vor allem aber hatten sie zusammen sehr viel Spaß. Nicht nur eine Mutter meinte nach der Rückkehr, sie habe ihr Kind noch nie so glücklich nach Hause kommen sehen.

Die Vorbereitung dieser Begegnungen war aufwendig. Über ein Jahr trafen sich die Leipziger Gruppen an einem Nachmittag in der Woche mit ihren Coaches. Gemeinsam überlegten sie, wo die Reise hingehen soll. Sie suchten Partnerorganisationen im Ausland, bemühten sich erfolgreich um eine Förderung der Begegnungen über das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union und entdeckten in Leipzig viele Angebote der außerschulischen Bildung.

Initiiert worden war das Projekt von der freischaffenden Theaterpädagogin Katharina Wessel und der damals noch existierenden Fachstelle Internationale Jugendarbeit des Amts für Jugend Familie und Bildung der Stadt Leipzig. Die Koordinatorin und die Coaches wurden während der Projektlaufzeit von drei Partnereinrichtungen in Leipzig unterstützt: der JugendKulturWerkstatt JoJo, dem Geyserhaus e.V. und dem KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. Die wöchentlichen Treffen sowie eine Aufwandsentschädigung für die Coaches ermöglichte der Innovationsfonds des Kinder- und Jugendplan des Bundes.

Nachdem sich Mitte 2016 abzeichnete, dass die Initiatorinnen das Projekt nicht weiterführen wollen, meldete sich eine Gruppe der Coaches um Babette Pohle beim Wettbewerb Startsocial an. Im Zuge des Beratungsstipendiums wollten sie überlegen, wie es mit dem Projekt weitergehen könnte. Denn eins war klar, das erfolgreiche Projekt sollte wenn irgend möglich weitergeführt werden. „Für die Coaches wäre es reizvoll gewesen einen eigenen Verein zu gründen, um das Projekt selbst in der Hand zu haben und es als eigene Marke platzieren zu können.“ sagte Dianna Tillmann. Babette Pohle ergänzt: „Es überwog allerdings der Wunsch gleich mit den Jugendlichen weiter arbeiten zu können. Die Gründung eines eigenen Vereins hätte bestimmt ein Jahr Kapazitäten gebunden. Daher entschlossen wir uns, uns dem KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. anzuschließen, dessen Projektleiter Internationale Arbeit uns bereits 2015/16 tatkräftig unterstützt hatte.“

Christian Schmidt-Rost, Projektleiter Internationale Arbeit, freut sich darüber sehr: „Gemeinsam wollen wir „wir weit weg“ weiterentwickeln. Unsere Erfahrungen aus dem Schuljahr 2017/18 werden wir dann außerdem in einem Handbuch veröffentlichen, dass es auch anderen Organisationen ermöglichen wird, das Projekt in ihrem Umfeld umzusetzen. So hoffen wir, dazu beizutragen, dass möglichst viele Jugendliche eine internationale Erfahrung machen können. Denn das großartige an diesem Projekt ist, dass Jugendliche für internationale Begegnungen begeistert werden, die nicht das Abitur anstreben und die bisher viel seltener an internationalen Projekten teilnehmen.“

Für das Schuljahr 17/18 suchen wir noch drei Partnerschulen – Eine in Leipzig und zwei in Leipziger Land oder Chemnitz. Geplant ist, dass das Projekt in den kommenden Jahren wächst und auch noch an weiteren Schulen aktiv werden wird. Interesseierte Schulen können sich bei Christian Schmidt-Rost, Projektleiter Internationale Arbeit melden.

Ebenfalls suchen wir noch weitere engagierte Coaches. Interessierte sollten mitbringen: fünf Stunden Zeit pro Woche, Spaß an der Arbeit mit Jugendliche auf Augenhöhe, idealerweise etwas Erfahrung in der internationalen Jugendarbeit. Allerdings ist es ein Projekt, in dem auch die Coaches viel lernen können. Interessierte melden sich ebenfalls bei Christian Schmidt-Rost.

 

Follow me – Internationale Jugendbegegnung in Krakau

Wiedersehen auf internationaler Bühne!

Szczepanski Platz in Krakau, Polen am 11. Juli 2016: Ein Schild am Rand des abgesperrten Performanceplatzes mit der Aufschrift: Follow Us, ein VIP-Schildchen am Körper, sich auflockernde, lachende Gesichter, im Sonnenlicht schillernde Rettungsdecken, Kopfhörer im Ohr und tanzende PerformerInnen und Zuschauer. Applaus! So endete die 2. Aufführung der Straßentheaterperformance einer internationalen Jugendbegegnung auf dem ULICA, dem 29. internationalen Straßentheaterfestival der Stadt. Danach gab es erst einmal persische Eiscreme und bereits die ersten Abschiedsgrüße und -tränen.

Dazu kam es, weil 18 Jugendliche und junge Erwachsene aus den Partnerstädten Krakau, Thessaloniki und Leipzig und ein kleines, deutsch-polnisch-griechisches Team aus Pädagogen*innen, einer Schauspielerin sowie Tanzpädagogin sich den Fragen stellten: Wie kann jeder und jede etwas über sich selbst, die anderen Teilnehmenden und Techniken des Straßentheaters lernen? Wie stellen wir gemeinsam eine Straßentheaterperformance in 5-6 Tagen auf die Beine? Der Titel der Begegnung „Lights and Shadows“ war offen genug, dass wir kreativ Themen entwickeln konnten, ähnlich wie ein Jahr zuvor in Leipzig.

Die Gruppe aus Deutschland reiste mit dem Fernbus ins geschichtsträchtigen Krakau, wo es für 10 Personen ein Wiedersehen aus dem Vorjahr aus Leipzig bedeutete. In Krakau gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm bestehend aus Stadt-Rally, einer Präsentation der eigenen Entsendungsorganisation, Museumsbesuch unter dem zentralen Marktplatz, etwas Freizeit, einem Ausflug ins Erlebnisbad, einem Abschluss-Dreigänge-Menü in einem exquisiten Restaurant und viel Straßentheaterbesuchen. Im Zentrum standen aber die Entwicklung der Performance und das Kennnelernen untereinander. Im „Centrum Młodzieży“ wurde der Theaterraum und weitere Proberäume für verschiedene, professionell angeleitete Übungen zu Bewegungsabläufen und um dem eigenen Möglichkeiten in den Bewegungen zu begegnen, genutzt. Dort wurden die TeilnehmerInnen zu Groupies, Guru-AnhängerInnen oder gar StalkerInnen schillernder Persönlichkeiten aus Sport, Religion, Politik, Musik, Kino, Fernsehen oder der Comedian Bühne. Aus einer solchen Übung entwickelte sich die Frage: Wem folgen wir da eigentlich täglich (in den Medien)? Können wir dem Etwas abgewinnen oder sollte man heutzutage alles anzweifeln? Und weil uns die Fragen packten, machten wir daraus Thema und Titel unserer Performance: „Follow Us“.

Zurück auf den SzczepanskiPlatz: „Ich beginne eben die Amy Winehouse Diät.“, „Bevor sie etwas zu Donald Trump sagen, möchte Ihnen noch etwas über ihn erzählen.“ oder „Ich möchte, dass Millionen Menschen mich anbeten.“ waren einige der ersten Sätze mit denen die Teilnehmenden im Off-Stage Bereich die Zuschauer lockten, ein paar Momente mit ihnen zu reden oder zu zuhören. Was dadurch angestoßen werden kann! Ein Song ertönte und die Performance begann. Zum Schluss gab es ein Happy End für alle. Denn alle Teilnehmenden und das Team nahmen sehr viel mit aus dieser intensiven Woche: mehr Selbstbewusstsein, Tatendrang, die Welt weiter zu beeinflussen und das Gefühl Freunde in der Welt zu haben.
Alle Beteiligten freuen sich schon auf ein weiteres Wiedersehen im kommenden Sommer, hoffentlich in Thessaloniki.Wir danken allen TeilnehmerInnen, dem „Centrum Młodzieży Jordana“, dem griechischen Verein Sxedia in Poli und der Kindervereinigung Leipzig für diesen Freiraum, den wir kreativ nutzen konnten! (Text: Andreas Wujanz)

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Förderung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission

I like to move it – move it! D-CZ Begegnung in den Herbstferien

Abschlusspräsentation der internationalen Jugendbegegnung Outrage im August 2015. Foto: Johannes Walther
Foto: Johannes Walther

In der ersten Herbstferienwoche organisieren wir eine deutsch-tschechische Begegnung in Dieskau-Mockern. Für Euch und die Jugendlichen aus Tschechichen gibt es gemeinsame Tanz und Sportworkshops. Ihr bringt Euch gegenseitig ein wenig die jeweils andere Sprache bei und vor allem haben wir alle zusammen sehr viel Spaß.

 

Wer Interesse hat kann gerne schon einen Platz reservieren mit einer Nachricht über unser Kontaktformular.

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Partnerschule gesucht für Schüleraustausch Leipzig Lyon: “Mein Bild, Dein Bild, Unser Bild”

Für den projektorientierter Schüleraustausch “Mein Bild, Dein Bild, Unser Bild” suchen wir eine Partnerschule in Leipzig. Das Projekt soll es Jugendlichen beider Länder ermöglichen, sich gegenseitig und ihre jeweilige Heimat über die Medien Fotografie und Malerei/ Zeichnung kennenzulernen. Dabei werden die Teilnehmenden diese non-verbalen Kommunikationsformen als Kommunikationsmöglichkeiten für Situationen kennenlernen, in denen sie aufgrund fehlender Fremdsprachenkenntnisse nicht verbal kommunizieren können.

Die Teilnehmenden der Begegnung sollen Schülerinnen und Schüler einer Leipziger Oberschule sowie einer Lyoner Schule mit einem vergleichbaren Bildungsniveau sein. Eine ausführlichere Projektskizze senden wir ihnen gerne zu.

Wann soll das Projekt stattfinden?

Das Projekt ist als zweiteilige Begegnung mit Hin- und Rückbegegnung konzipiert. Durchgeführt werden soll das Projekt je sieben Tage in einer Jugendbildungsstätte in Frankreich und Deutschland. Der Termin muss zwischen den Partnern abgestimmt werden. Angedacht sind die Herbst(ferien) 2016 und ein Termin im Frühjahr 2017.

Wie wird das Projekt finanziert?

Finanziert wird das Projekt aus dem “Fokus Programm” des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und Projektmitteln der Stadt Leipzig Referat Internationale Beziehungen sowie durch einen geringen Eigenbeitrag der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Das Fokus Programm des DFJW ist für Begegnungsprojekte, in denen außerschulische und schulische Partnereinrichtungen miteinander kooperieren. Damit es eine Förderung aus diesem Programm gibt, müssen die Gruppen von jeweils mindestens einem Lehrer (m/w) und einem außerschulischen Bildner (m/w) gemeinsam begleitet werden.

Welche Rolle haben die KINDERVEREINIGUNG LEIPZIG e.V. und der Verein plateforme/plattform (Lyon) ?

Die beiden außerschulischen Partnern übernehmen die Beantragung der Fördermittel und deren Abrechnung sowie die Organisation von Reise, Unterkunft und Workshop-Material. Wir stellen die Teamer, die das Programm entwickeln und mit der Lehrerin und teilnehmenden Schülerinnen und Schülern abstimmen. Während der Begegnung sind die Teamer für die künstlerischen Workshops, den gruppendynamischen Prozess und die Sprachmittlung verantwortlich.

Was erwarten wir von der Partnerschule?

Interesse am Austausch mit einer Schule in Leipzigs Partnerstadt Metropole de Lyon. Im Projekt sind die konkreten Aufgaben der Schule: Finden der Teilnehmenden; Stellen einer begleitende Lehrerin (m/w) , die Interesse an einem Austausch mit außerschulischen Bildnern hat; Unterschreiben des DFJW-Förderantrags für die Begegnung in Frankreich (Die Antragserstellung/Abrechnung /Berichterstattung wird komplett von den außerschulischen Partnern geleistet.)

Zudem wäre es schön, wenn Räume der Schule für einen Vorbereitungsworkshops genutzt werden könnten.

Wenn aus dem Projekt eine längerfristige Partnerschaft zwischen den Schulen und den außerschulischen Partnern hervorginge, würden wir uns sehr freuen. Ob das funktioniert, kann sich selbstverständlich erst im Laufe des Projekts zeigen.

Für weitere Informationen zum Projekt wenden Sie sich bitte an den Projektleiter Christian Schmidt-Rost.