Open Air Ausstellung zum Abschluss der Projektwoche “wir alle hier”

Am Freitag, 07. August um 16:00 Uhr eröffenen wir im Rahmen des KAOS! Kultursommers eine kleine Open-Air Ausstellung. Zu sehen sind auf dem Gelände der Wasserstr. 18 sowohl die Graffiti-Arbeiten unserer Projektwoche “wir alle hier” als auch die Fotos, die Jugendliche unserer russischen Partnerorganisation St. Peterburg Palace of Youth Creativity (Gorodskoj Dvorec Tvorčestva Junnych) gemacht haben. Fotos von unseren Teilnehmenden werden im Herbst auch in St. Petersburg im Jugendpalast ausgestellt. 

Wir freuen uns, wenn sie vorbeikommen wollen, sich die Arbeiten ansehen und vielleicht auch mit einer kleinen Spende unterstützen.

Die Foto-Ausstellung wird realisiert mit Unterstützung der Stiftung deutsch russischer Jugendaustausch

Fördererlogo Stadt Leipzig

Die Projektwoche “wir alle hier” wurde unterstützt aus Mitteln der Stadt Leipzig.

„wir weit weg“ sucht ab sofort wieder ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen (gegen Aufwandsentschädigung)

wir weit weg geht nun in die vierte Runde. Seit Oktober 2014 organisieren Jugendliche, die in Leipzig, Frohburg oder Chemnitz eine der teilnehmenden Oberschulen besuchen, ihre eigenen internationalen Jugendbegegnungen im Ausland und führen sie durch. Begleitet und unterstützt werden sie von ehrenamtlichen Jugendgruppenleiter*innen (“Coaches”).

Aufgaben der ehrenamtlichen Jugendgruppenleiter*innen („Coaches“)

  •  Vorbereitung, Durchführung sowie Nachbereitung von Gruppentreffen mit 10-15 Jugendlichen (ca. 32 Treffen im Laufe eines Schuljahrs) á 90-180 Minuten
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung mindestens einer internationalen Jugendbegegnung (organisatorisch, inhaltlich; Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Teilnahme an zwei Schulungswochenenden sowie einem Auswertungswochenende

Bei „wir weit weg“…

… werden Jugendliche, die nicht das Abitur anstreben, für internationale Jugendbegegnungen und außerschulische Bildung gewonnen

… bereiten je zwei ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen, sog. Coaches, mit einer Gruppe Jugendlicher (zwischen 13 und 17 Jahren) in wöchentlichen Treffen eine internationale Jugendbegegnung vor und führen diese durch

… ist der Umgang zwischen Coaches und Teilnehmenden auf Augenhöhe sowie das Einbeziehen der Teilnehmenden in möglichst viele (Entscheidungs-) Prozesse zentral für den Erfolg

Anforderungen an die Coaches

  •  erste Erfahrungen in der Jugendarbeit und/oder künstlerische und methodische Skills
  • möglichst eigene internationale Mobilitätserfahrung (Jugendbegegnung, Studium, EFD, o.ä.)
  • älter als 18 Jahre, aber möglichst nicht mehr als 15 Jahre Altersabstand zur Zielgruppe
  • Spaß an der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen auf Augenhöhe sowie an Projektmanagement und selbständigem Arbeiten
  • Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind notwendig, jede weitere Fremdsprache ist hilfreich
  • Besitz einer Jugendleitercard (Juleica), diese kann im Rahmen des Projekts erworben werden
  • Zeitaufwand: 5h in 32 Wochen im Schuljahr, zwei Schulungswochenenden und ein Auswertungswochenende sowie mindestens eine mehrtägige Jugendbegegnung

Ablauf

  • bis September 2020: Schulung der Coaches in Leipzig (oder im Raum Leipzig)
  • Oktober 2020: Projektstart an den beteiligten Leipziger Oberschulen
  • Februar 2021: Antragstellung zur Förderung der internationalen Jugendbegegnung
  • Sommer 2021: die internationalen Jugendbegegnungen finden (meist im Ausland) statt
  • Herbst 2021: gegebenenfalls finden Rückbegegnungen statt (meist in/um Leipzig)

 Was wir bieten

  • eine Aufwandsentschädigung im Rahmen dieses Ehrenamts
  • Erfahrungen in der (internationalen) Jugendarbeit
  • Kenntnisse in den Bereichen: non-formale Methoden, Projektmanagement und Fundraising
  • Vernetzung in der internationalen Jugendarbeit

Wenn du Interesse hast oder Fragen zum Projekt bestehen, melde dich bei Christian Schmidt-Rost, (Projektleiter) international@kv-leipzig.de, +49 341 92607353.

Impressionen vom Vorgängerprojekt findest Du unter https://www.kvleipzig-international.de/wir-weit-weg

wir weit weg ist ein Projekt der wir weit weg wird gefördert durch

Das Projekt Internationale Jugendarbeit wird Kompetenzzentrum

Das Projekt Internationale Jugendarbeit ist ab sofort Kompetenzzentrum für Internationale Jugendarbeit und non-formale Bildung. Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir mehr als ein temporäres Projekt sind und dass wir – die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden – uns in den vergangenen fünf Jahren viel Expertise angeeignet haben, die wir in verschiedenen Kontexten teilen. Als Kompetenzzentrum wollen wir uns weiterentwickeln, unsere Tätigkeitsfelder aus- und noch nachhaltigere Strukturen für unsere Arbeit aufbauen.

Dazu haben wir fünf strategische Tätigkeitsfelder identifiziert:

  • pädagogisch vorbereitete und begleitete partizipative internationale Mobilitätsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die bisher kaum von der internationalen Jugendarbeit erreicht werden;
  • Weiterbildung und Qualifizierung vor allem von (ehrenamtlichen) Fachkräften der internationalen Jugendarbeit und non-formalen Bildung;
  • Digitalisierung und virtueller (Jugend-)Austausch;
  • Anerkennung non-formal erworbener Kompetenzen;
  • Zusammenarbeit von formaler und non-formaler Bildung auf Augenhöhe;
  • Mobilitätsberatung von Jugendlichen, Jugendgruppen und anderen Interessierten.

Partizipative internationale Jugendarbeit

Kern unserer Arbeit und zentrales Angebot im Bereich der pädagogischen internationalen Mobilitätsanagebote für Jugendliche sind die internationalen Jugendbegegnungen, die im Rahmen des Formats wir weit weg partizipativ entwickelt werden. wir weit weg wurde positiv durch die Universität Leipzig evaluiert und wird auch ab Herbst 2020 wieder an mindestens drei Leipziger Oberschulen angeboten. Der Plan ist jedoch, wir weit weg mit weiteren strategischen Partnern zu skalieren und an deutlich mehr Oberschulen anzubieten. Darüber hinaus bieten wir einzelne Jugendbegegnungen an, die von unseren Teamer*innen entwickelt wurden. Hier bringen sich zunehmend auch wir weit weg-Alumni ein.

Internationale Mobilität für Auszubildende

Zudem wollen wir uns ein weiteres Feld der Mobilitäten erschließen. Wir befinden uns in Gesprächen mit einem großen Unternehmen. In Zukunft wollen wir internationale Mobilitäten für deren und für die Auszubildenden der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. organisieren. Damit würden wir ein Anschlussangebot für die Zielgruppe der Jugendlichen schaffen, die nach der Schule eine Ausbildung absolvieren und in internationalen Jugendmobilitäten bisher stark unterrepräsentiert sind.

Qualifizierung von Ehrenamtlichen

Wichtiger Bestandteil von wir weit weg ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu Fachkräften der internationalen Jugendarbeit. Um die Qualität weiter zu steigern, entwickeln wir zusammen mit Fachverbänden und weiteren Trägern der Jugendarbeit im In- und Ausland blended-learning Formate zur Qualifizierung von Fachkräften. Dieser Prozess wird durch verschiedene internationale Fachkräfteseminare flankiert.

Digitalisierung von non-formalen Bildungsangeboten

Direkt an die Qualifizierungsangebote schließt das Feld der Digitalisierung an. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der stärkere Bedarf an blended-learning Formaten für unsere Ehrenamtlichen. Denn diese würden sich gerne zu einer Zeit und an einem Ort ihrer Wahl fortbilden können. Die Corona-Situation wiederum hat gezeigt, dass wir auch unsere Arbeit mit den Jugendlichen viel stärker digitalisieren, beziehungsweise in der Lage sein müssen, zwischen digital und analog abwechseln zu können. Dies gilt für die Arbeit mit den Jugendlichen vor Ort ebenso wie für die europäischen Austauschformate.

Neben der digitalen Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wollen wir uns sowohl in technischen als auch didaktischen Fragen in den Fachdiskurs einbringen. Perspektivisch wollen wir in diesem Feld wieder mit universitärer Forschung kooperieren.

Kooperation von formaler und non-formaler Bildung

Eine andere Schnittstelle, die wir weiter bedienen wollen, ist die Kooperation zwischen Schule und außerschulischer Bildung. Dabei greifen wir auch auf unsere Erfahrungen zurück, die wir im Zuge des Projekts wir weit weg sowie bei der gemeinsamen Entwicklung von Jugendbegegnungen mit der Helmholtz Oberschule Leipzig und im Kontext der Initiative Austausch macht Schule sammeln konnten.

Anerkennung

Die Anerkennung im Bereich der non-formalen Bildung erworbener Kompetenzen und Wissensbestände auch im formalen Bereich wäre gerade für unsere Teamer*innen sehr attraktiv. Viele haben ein nicht pädagogisches Fach studiert, sich aber learning by doing in der non-formalen Bildung zu pädagogischen Fachkräften entwickelt. Dennoch haben sie, aufgrund des Fachkräftegebots, große Schwierigkeiten, Stellen in pädagogischen Berufen zu finden. Wir wollen perspektivisch gemeinsam mit zu identifizierenden Partnern darauf hinwirken, Anerkennungsmechanismen zu etablieren, so dass sich Menschen mit ausreichend praktischer Erfahrung und einem bereits absolvierten Hochschulstudium durch ein verkürztes pädagogisches Studium zur sozialpädagogischen Fachkraft qualifizieren können. Es ist uns klar, dass dies dicke Bretter sind. Aber es gibt den Fachkräftemangel und eine wahrnehmbare Zahl an interessierten Menschen für ein solches Modell.

Mobilitätsberatung

Innerhalb unserer wir weit weg-Gruppen aber auch darüber hinaus beraten wir anlassbezogen Jugendliche(-ngruppen) zu Möglichkeiten der internationalen Lernmobilität. Diese Tätigkeit wollen wir zukünftig noch ausbauen und als ein festes Angebot in unserem Portfolio etablieren.

Ihr seht, wir haben uns für die kommende Zeit viel vorgenommen, denn wir sind überzeugt, dass es weiterhin internationalen und europäischen Jugendaustausches bedarf. Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen die persönliche Begegnung und das Erfahren Europas so schwer ist. Wir hoffen sehr, dass unsere Förderer und Partner diesen Weg auch in dieser von Ungewissheiten geprägten Zeit weiter mit uns gemeinsam gehen.

Christian Schmidt-Rost und Babette Pohle mit Team

End global warming! Eine trilaterale Jugendbegegnung in Finnland

Hallo an alle, hier ist Sander!

Ich bin gerade zurück nach Leipzig gekommen, nach ein paar Tagen in Finnland, wo wir ein Projekt über Klimaschutz hatten, wo ich teilgenommen habe. Es war eine sehr schöne Erfahrung, und ich glaube, dass was wir gemachen haben, kann ich euch auf unser Website erzählen.

Am dritten Januar, habe ich und die anderen deutschen Teilnehmenden unsere Reise nach Tampere, Finnland gestartet. Unsere Startpunkte waren Hauptbahnhof Leipzig, wo wir mit dem Bus nach Berlin Tegel gefahren sind. In Berlin Flughafen haben wir ein bisschen gewartet, bevor wir unseren Flug nach Finnland antraten. Von dem Flughafen in Helsinki sind wir mit einem Bus nach Tampere gefahren, und nach zwei Stunden in dem Bus waren wir in Tampere. Wir sind in der Nacht angekommen, und wir waren alle ganz müde, und alle sind schnell schlafen gegangen.

Zum Glück, haben wir am nächsten Tag erst um 13:00 Uhr angefangen, so konnten alle lange schlafen. Nach schlafen und essen waren wir alle bereit für das Projekt, und weil wir viele Teilnehmende aus verschiedenen Ländern waren, haben wir viele Namensspiele gespielt. Der Ort, an dem wir zum ersten Mal übernachteten, lag etwas außerhalb der Stadt. Der Ort hatte viel schöne Natur, und zu unserer Freude gab es auch Schnee!
An dieser Stelle befand sich auch eine Sauna direkt am See. Die Teilnehmenden, die das mochten, konnten fast jeden Tag in die Sauna gehen, und viele Leute haben die Sauna benutzt. Die tapfersten konnten sich sogar in den See eintauchen, bevor sie wieder in die Sauna liefen.

Wir hatten auch unserer kulturellen Abende an diesem Ort, und jedes Land hatte jeweils einen Abend, um über ihr Land zu erzählen. Jeder machte die Präsentation anders, und es gab uns die Möglichkeit, mehr über das Land des anderen zu lernen. Mit den kulturellen Abenden folgte auch traditionelles Essen, und es war aufregend und lustig, traditionelles Essen aus verschiedenen Ländern zu probieren.

Was ich, als ein Norweger, ein bisschen komisch fand, war das Essen. In Norwegen ist es ganz normal, Mittag um 16:00-17:00 Uhr zu essen. Die Teilnehmenden aus Finnland erzählten mir, dass es auch normal in Finnland ist, und in dem Projekt hatten wir essen um 17:00 Uhr. Es war auch immer eine vegetarische und vegane Optionen, für die Leute die kein  Fleisch essen, und alle waren glücklich.

Vegetarisches Essen war auch ein wichtiges Thema in dem Projekt, und wir haben viel darüber gesprochen, wie schlecht Fleisch-produktion für die Welt ist. Ein anderes wichtiges Thema in dem Projekt war fast-fashion, Recycling, Lebensmittelverschwendung, Plastik und klimafreundliches Reisen. Wir haben viel über diese verschiedenen Themen gelernt, und die Themen waren auch ein wichtiger Teil auf unser Veranstaltung, die wir am letzten Tag in Tampere machen sollten.

Die Teilnehmer teilten sich in Gruppen auf, in denen sie wählen konnten, wie sie arbeiten wollten. Eine Gruppe drehte einen Film über Plastik und Recycling, andere schrieben über die Klimasituation in Griechenland, Deutschland und Finnland, während einige ein Quiz machten, um diejenigen herauszufordern, die beschlossen, zu unserer Veranstaltung zu kommen.

Ein paar Tage vor unserer Veranstaltung, sind wir ins Stadt-Zentrum von Tampere gefahren, wo wir in einem Hostel wohnten. Es war sehr schön, und wir waren zentral gelegen, mit kurzer Entfernung zum Jugendzentrum und den Geschäften. An unserem ersten Tag hatten wir viel Freizeit, und es war eine schöne Gelegenheit zu shoppen.

Ein Ding fand ich echt cool, dass wir früher im Projekt über fast-fashion gesprochen haben, und, dass die Kleider-Industrie sehr schlecht für das Klima ist. Viele Leute hatten niemals früher einen Second-Hand-Shop besucht, aber wir fanden einen in Tampere, und fast alle Leute waren in dem Laden, und viele Teilnehmende kauften neue Klamotten für einen günstigen Preis.

An unserem letzten Tag hatten wir die Veranstaltung, die wirklich gut lief! Viele Jugendliche aus Tampere und der Jugendrat von Tampere waren angereist. Jede Gruppe präsentierte ihre Arbeit und es war wirklich cool zu sehen, wie viel sie gelernt hatten und wie kreativ sie mit ihren verschiedenen Beiträgen waren. Wie bereits erwähnt, machten einige Gruppen ein Video, andere ein Quiz, und wir sammelten alle Plastik, die wir an diesem Tag verwendeten, für die Veranstaltung, und legten alles in die Mitte des Bodens. Viele Jugendliche fanden die Menge an Plastik schockierend und es war eine schöne Erinnerung daran, wie viel unnötiges Plastik wir in unserem täglichen Leben verwenden.

Nach der Veranstaltung versammelten sich alle Leiter und Teilnehmer zu einem Treffen über den Ablauf. Es war ziemlich klar, dass die Teilnehmer den Jugendaustausch mochten und dass sie einen neuen machen wollten, so dass alle Leiter den Raum verließen und die Teilnehmer dann 30 Minuten Zeit hatten, einen neuen Jugendaustausch für sich zu entwerfen. Als wir zurückkamen, hatten sie wirklich gute Arbeit geleistet, und Liisa (die Leiterin des gesamten Projekts) sagte, dass sie versuchen würde, sich für eine neue zu bewerben, und das zur Aufregung vieler! Danach setzten wir uns alle in einen großen Kreis, und jeder hatte die Gelegenheit, über etwas zu erzählen, was er gelernt hatte. Die Youthpasses wurden auch ausgegeben, und am Ende bekamen wir alle ein Blatt Papier, die wir auf unserem Stuhl liegen lassen konnten, und die Leute konnten sich dann gegenseitig etwas Nettes schreiben.

Nach unserem Treffen, war das Einzige bevor wir abfuhren, unser Abschiedsparty. Es war auch im finnischen Jugendzentrum, und die Leute konnten machen was sie wollten. Manche haben getanzt, manche spielten Karten, manche spielten Billard und manche redeten nur. Es gab auch Snacks und Saft für diejenigen, die wollten, und es war eine schöne Möglichkeit, den großen Jugendaustauch zu beenden.

Unser Bus fuhr nachts um 03:00 Uhr von unserer Herberge ab, sodass diejenigen, die wollten, bis 01:30 Uhr im Jugendzentrum bleiben konnten, während diejenigen, die müde waren, zur Herberge gehen konnten, um etwas Schlaf zu finden. Wir alle kamen schließlich zum Hostel, packten unsere letzten Sachen und bereiteten uns darauf vor, uns von den Finnen zu verabschieden. Viele Leute fanden es herausfordernd, weil sie viele gute Freunde gefunden hatten, und es war amüsant zu sehen, wie gute Freundschaften wir während unseres Aufenthalts geschlossen hatten.

Schließlich fuhr uns unser Bus zum Flughafen, und am Flughafen trennten wir uns von den Griechen. Wir sind dann in Richtung Berlin geflogen und von Berlin aus mit dem Bus zurück zum Leipziger Hauptbahnhof gefahren, wo auch unsere Reise begann.

Ich muss sagen, dass dies vielleicht das Beste war, was ich in meinem ESC-Projekt gemacht habe. Es war eine erstaunliche Erfahrung, und ich habe viel Wissen gesammelt und viele neue Freundschaften geschlossen. Es ist eine Erfahrung, auf die ich nicht verzichten möchte, und ich bin wirklich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, daran teilzunehmen.

Die trilaterale Jugendbegegnung “End Global Warming” ist im Rahmen des Projekts wir weit weg entstanden und fand vom 3.-12. Januar 2020 in Tampere, Finnland statt. Sie wurde finanziert durch Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Mehrwert und Gelingensbedingungen von wir weit weg: Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation (2018-2019)

Zwischen Oktober 2018 und Dezember 2019 wurde das Projekt wir weit weg durch den Lehrstuhl Medienkompetenz- und Aneignungsforschung der Universität Leipzig evaluiert. Die verschiedenen Akteursgruppen aus dem Durchgang 2017 bis 2019 – Teilnehmende, Coaches, Schulsozialarbeiter*innen und die Projektkoordination – wurden quantitativ und qualitativ zu ihren Erfahrungen aus dem Projekt befragt.

Insgesamt hatte, so ein Ergebnis der Evaluation, das Projekt für die Mehrheit der befragten Teilnehmenden (21 von 24) einen hohen Stellenwert und sie sind „stolz auf das Projektergebnis“.

Mehrwert für die Teilnehmenden

Neben den geringen Kosten für die teilnehmenden Jugendlichen stellten die Steigerung des Selbstvertrauens, der Ausbau von interkulturellen Kompetenzen, Team- und Kommunikationsfähigkeiten, der Abbau von Sprachbarrieren und neue Freundschaften den Mehrwert des Projekts für die Teilnehmenden dar. Einige von ihnen können sich nun vorstellen, ein Praktikum oder einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren oder selbst als Coach/Teamer*in aktiv zu werden.

„Also die Begegnung war für mich selber sehr UNVERGESSLICH. Es war eine der schönsten Zeiten, ich habe das Land kennengelernt, habe neue Persönlichkeiten kennengelernt, habe einfach Eindrücke von anderen Lebensweisen bekommen und habe auch ein bisschen GELERNT oder mal über mein Leben nachgedacht, weil es ist ja nun mal dort so ist, dass jetzt nicht jeder von denen ein Handy hatte und die haben sich das halt geteilt und sind trotzdem glücklich, da habe ich schon so nachgedacht, vielleicht brauche ich jetzt doch nicht unbedingt ein iPhone oder so” (Zitat Teilnehmerin).

Mehrwert für die Coaches

Auch die ehrenamtlichen Coaches zogen für sich viel Mehrwert aus dem Projekt. Neben persönlichen Kompetenzen wie Selbstvertrauen und Stressbewältigung nahmen sie Berufserfahrungen für die Arbeit mit (Jugend-)Gruppen, im Bereich Zeitmanagement und Kommunikation sowie in der Förderantragstellung mit.

„Ich habe viel gelernt darüber, wie es ist, vor Gruppen aufzutreten und gerade auf jeden Fall mein Selbstbewusstsein wurde dadurch gestärkt und ich habe auch das Gefühl, dass ich mir mehr zutraue auf jeden Fall. Ich glaube, ich bin entspannter geworden und muss nicht alles im Vorhinein durchgeplant haben, sondern habe gelernt, dass es auch gelingen kann, wenn es ein bisschen spontaner ist.“ (Zitat Coach*in)

Mehrwert für die Schulen

Für die Schulen ist es vor allem die Internationalisierung des Schulprofils sowie die Anschlussfähigkeit der im Projekt gesetzten Themen im Unterricht, die die Schulleitungen überzeugten, das Projekt bei sich anzugliedern. Außerdem sehen sie es als eine kostengünstige Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler ins Ausland zu gehen, die sie sich selbst erarbeiten:

„Ich war sehr erstaunt über dieses Angebot und ich denke, dass das eine recht einmalige Chance ist so etwas, ja, zu bekommen. Eine Gruppe, die sich selbst ein Ziel erarbeitet, sich intensiv selbst darauf vorbereitet und das insofern auch nicht einfach nur geschenkt kriegt, sondern daran arbeitet und sich auch die Reise ein stückweit verdient dadurch, aber dass eben so gut wie keine Kosten durch die Familien entstehen und die Schüler also diese Chance haben“ (Zitat Schulleitung).

Gelingensbedingungen

Um das Projekt wir weit weg in der eigenen Organisation umzusetzen, ist es hilfreich, die eigenen Ressourcen auf ein paar Gelingensbedingungen zu untersuchen. Die folgenden Gelingensbedingungen für die Projektumsetzung hat die wissenschaftliche Evaluation ergeben:

  • Finden von Schulen als Projektpartner
  • Auswahl qualifizierter Coaches
  • Motivation von Schüler*innen zur Teilnahme am Projekt
  • Sicherstellung der finanziellen Mittel zur Projektumsetzung
  • Finanzielle Ressourcen für Arbeitskräfte
  • Transparente Aufgaben- und Rollenerwartungen aller Projektbeteiligten und Konsens bezüglich deren Einhaltung
  • Feste Ansprechpartner*innen mit ausreichend Kapazitäten zur Lösungsfindung
  • Strukturierte und nachhaltige und transparente Kommunikation

Wenn dritte Organisationen zukünftig das Projekt bei sich umsetzen wollen, bieten wir ihnen an, sie mit unseren Erfahrungen aus den vergangenen fünf Jahren zu unterstützen.

Hier können Sie den vollständigen auswertungsbericht der Evaluation herunterladen:

Evaluation_wir weit weg_Auswertungsbericht_zur Veröffentlichung

Kontakt

Mail: international@kv-leipzig.de

Telefon: 0341 92607353