„wir weit weg“ sucht ab sofort wieder ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen (gegen Aufwandsentschädigung)

wir weit weg geht nun in die vierte Runde. Seit Oktober 2014 organisieren Jugendliche, die in Leipzig, Frohburg oder Chemnitz eine der teilnehmenden Oberschulen besuchen, ihre eigenen internationalen Jugendbegegnungen im Ausland und führen sie durch. Begleitet und unterstützt werden sie von ehrenamtlichen Jugendgruppenleiter*innen (“Coaches”).

Aufgaben der ehrenamtlichen Jugendgruppenleiter*innen („Coaches“)

  •  Vorbereitung, Durchführung sowie Nachbereitung von Gruppentreffen mit 10-15 Jugendlichen (ca. 32 Treffen im Laufe eines Schuljahrs) á 90-180 Minuten
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung mindestens einer internationalen Jugendbegegnung (organisatorisch, inhaltlich; Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Teilnahme an zwei Schulungswochenenden sowie einem Auswertungswochenende

Bei „wir weit weg“…

… werden Jugendliche, die nicht das Abitur anstreben, für internationale Jugendbegegnungen und außerschulische Bildung gewonnen

… bereiten je zwei ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen, sog. Coaches, mit einer Gruppe Jugendlicher (zwischen 13 und 17 Jahren) in wöchentlichen Treffen eine internationale Jugendbegegnung vor und führen diese durch

… ist der Umgang zwischen Coaches und Teilnehmenden auf Augenhöhe sowie das Einbeziehen der Teilnehmenden in möglichst viele (Entscheidungs-) Prozesse zentral für den Erfolg

Anforderungen an die Coaches

  •  erste Erfahrungen in der Jugendarbeit und/oder künstlerische und methodische Skills
  • möglichst eigene internationale Mobilitätserfahrung (Jugendbegegnung, Studium, EFD, o.ä.)
  • älter als 18 Jahre, aber möglichst nicht mehr als 15 Jahre Altersabstand zur Zielgruppe
  • Spaß an der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen auf Augenhöhe sowie an Projektmanagement und selbständigem Arbeiten
  • Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind notwendig, jede weitere Fremdsprache ist hilfreich
  • Besitz einer Jugendleitercard (Juleica), diese kann im Rahmen des Projekts erworben werden
  • Zeitaufwand: 5h in 32 Wochen im Schuljahr, zwei Schulungswochenenden und ein Auswertungswochenende sowie mindestens eine mehrtägige Jugendbegegnung

Ablauf

  • bis September 2020: Schulung der Coaches in Leipzig (oder im Raum Leipzig)
  • Oktober 2020: Projektstart an den beteiligten Leipziger Oberschulen
  • Februar 2021: Antragstellung zur Förderung der internationalen Jugendbegegnung
  • Sommer 2021: die internationalen Jugendbegegnungen finden (meist im Ausland) statt
  • Herbst 2021: gegebenenfalls finden Rückbegegnungen statt (meist in/um Leipzig)

 Was wir bieten

  • eine Aufwandsentschädigung im Rahmen dieses Ehrenamts
  • Erfahrungen in der (internationalen) Jugendarbeit
  • Kenntnisse in den Bereichen: non-formale Methoden, Projektmanagement und Fundraising
  • Vernetzung in der internationalen Jugendarbeit

Wenn du Interesse hast oder Fragen zum Projekt bestehen, melde dich bei Christian Schmidt-Rost, (Projektleiter) international@kv-leipzig.de, +49 341 92607353.

Impressionen vom Vorgängerprojekt findest Du unter https://www.kvleipzig-international.de/wir-weit-weg

wir weit weg ist ein Projekt der wir weit weg wird gefördert durch

Das Projekt Internationale Jugendarbeit wird Kompetenzzentrum

Das Projekt Internationale Jugendarbeit ist ab sofort Kompetenzzentrum für Internationale Jugendarbeit und non-formale Bildung. Damit wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir mehr als ein temporäres Projekt sind und dass wir – die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden – uns in den vergangenen fünf Jahren viel Expertise angeeignet haben, die wir in verschiedenen Kontexten teilen. Als Kompetenzzentrum wollen wir uns weiterentwickeln, unsere Tätigkeitsfelder aus- und noch nachhaltigere Strukturen für unsere Arbeit aufbauen.

Dazu haben wir fünf strategische Tätigkeitsfelder identifiziert:

  • pädagogisch vorbereitete und begleitete partizipative internationale Mobilitätsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die bisher kaum von der internationalen Jugendarbeit erreicht werden;
  • Weiterbildung und Qualifizierung vor allem von (ehrenamtlichen) Fachkräften der internationalen Jugendarbeit und non-formalen Bildung;
  • Digitalisierung und virtueller (Jugend-)Austausch;
  • Anerkennung non-formal erworbener Kompetenzen;
  • Zusammenarbeit von formaler und non-formaler Bildung auf Augenhöhe;
  • Mobilitätsberatung von Jugendlichen, Jugendgruppen und anderen Interessierten.

Partizipative internationale Jugendarbeit

Kern unserer Arbeit und zentrales Angebot im Bereich der pädagogischen internationalen Mobilitätsanagebote für Jugendliche sind die internationalen Jugendbegegnungen, die im Rahmen des Formats wir weit weg partizipativ entwickelt werden. wir weit weg wurde positiv durch die Universität Leipzig evaluiert und wird auch ab Herbst 2020 wieder an mindestens drei Leipziger Oberschulen angeboten. Der Plan ist jedoch, wir weit weg mit weiteren strategischen Partnern zu skalieren und an deutlich mehr Oberschulen anzubieten. Darüber hinaus bieten wir einzelne Jugendbegegnungen an, die von unseren Teamer*innen entwickelt wurden. Hier bringen sich zunehmend auch wir weit weg-Alumni ein.

Internationale Mobilität für Auszubildende

Zudem wollen wir uns ein weiteres Feld der Mobilitäten erschließen. Wir befinden uns in Gesprächen mit einem großen Unternehmen. In Zukunft wollen wir internationale Mobilitäten für deren und für die Auszubildenden der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. organisieren. Damit würden wir ein Anschlussangebot für die Zielgruppe der Jugendlichen schaffen, die nach der Schule eine Ausbildung absolvieren und in internationalen Jugendmobilitäten bisher stark unterrepräsentiert sind.

Qualifizierung von Ehrenamtlichen

Wichtiger Bestandteil von wir weit weg ist weiterhin die Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu Fachkräften der internationalen Jugendarbeit. Um die Qualität weiter zu steigern, entwickeln wir zusammen mit Fachverbänden und weiteren Trägern der Jugendarbeit im In- und Ausland blended-learning Formate zur Qualifizierung von Fachkräften. Dieser Prozess wird durch verschiedene internationale Fachkräfteseminare flankiert.

Digitalisierung von non-formalen Bildungsangeboten

Direkt an die Qualifizierungsangebote schließt das Feld der Digitalisierung an. Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der stärkere Bedarf an blended-learning Formaten für unsere Ehrenamtlichen. Denn diese würden sich gerne zu einer Zeit und an einem Ort ihrer Wahl fortbilden können. Die Corona-Situation wiederum hat gezeigt, dass wir auch unsere Arbeit mit den Jugendlichen viel stärker digitalisieren, beziehungsweise in der Lage sein müssen, zwischen digital und analog abwechseln zu können. Dies gilt für die Arbeit mit den Jugendlichen vor Ort ebenso wie für die europäischen Austauschformate.

Neben der digitalen Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wollen wir uns sowohl in technischen als auch didaktischen Fragen in den Fachdiskurs einbringen. Perspektivisch wollen wir in diesem Feld wieder mit universitärer Forschung kooperieren.

Kooperation von formaler und non-formaler Bildung

Eine andere Schnittstelle, die wir weiter bedienen wollen, ist die Kooperation zwischen Schule und außerschulischer Bildung. Dabei greifen wir auch auf unsere Erfahrungen zurück, die wir im Zuge des Projekts wir weit weg sowie bei der gemeinsamen Entwicklung von Jugendbegegnungen mit der Helmholtz Oberschule Leipzig und im Kontext der Initiative Austausch macht Schule sammeln konnten.

Anerkennung

Die Anerkennung im Bereich der non-formalen Bildung erworbener Kompetenzen und Wissensbestände auch im formalen Bereich wäre gerade für unsere Teamer*innen sehr attraktiv. Viele haben ein nicht pädagogisches Fach studiert, sich aber learning by doing in der non-formalen Bildung zu pädagogischen Fachkräften entwickelt. Dennoch haben sie, aufgrund des Fachkräftegebots, große Schwierigkeiten, Stellen in pädagogischen Berufen zu finden. Wir wollen perspektivisch gemeinsam mit zu identifizierenden Partnern darauf hinwirken, Anerkennungsmechanismen zu etablieren, so dass sich Menschen mit ausreichend praktischer Erfahrung und einem bereits absolvierten Hochschulstudium durch ein verkürztes pädagogisches Studium zur sozialpädagogischen Fachkraft qualifizieren können. Es ist uns klar, dass dies dicke Bretter sind. Aber es gibt den Fachkräftemangel und eine wahrnehmbare Zahl an interessierten Menschen für ein solches Modell.

Mobilitätsberatung

Innerhalb unserer wir weit weg-Gruppen aber auch darüber hinaus beraten wir anlassbezogen Jugendliche(-ngruppen) zu Möglichkeiten der internationalen Lernmobilität. Diese Tätigkeit wollen wir zukünftig noch ausbauen und als ein festes Angebot in unserem Portfolio etablieren.

Ihr seht, wir haben uns für die kommende Zeit viel vorgenommen, denn wir sind überzeugt, dass es weiterhin internationalen und europäischen Jugendaustausches bedarf. Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen die persönliche Begegnung und das Erfahren Europas so schwer ist. Wir hoffen sehr, dass unsere Förderer und Partner diesen Weg auch in dieser von Ungewissheiten geprägten Zeit weiter mit uns gemeinsam gehen.

Christian Schmidt-Rost und Babette Pohle mit Team

Inhalt trifft Form: Multilaterales Fachkräftetraining zu partizipativer Jugendarbeit

Was verstehen wir unter partizipativer Jugendarbeit? Was braucht es dafür und was ist der Mehrwert? Und wie können wir partizipatives Arbeiten in unseren Alltag integrieren? Beim multilateralen Fachkräftetraining „Let Youth Take Control“, welches vom 17. bis 22. November 2019 in Naunhof bei Leipzig stattfand, wurden einige Definitionen erarbeitet und weitere Kooperationsprojekte angestoßen.

“Wir sind uns darüber im Klaren, dass Partizipation von jedem und jeder hier anders verstanden wird. Darum suchen wir nach den gemeinsamen Anknüpfungspunkten“, so Jenna aus Virrat, Finnland und Teilnehmerin beim multilateralen Fachkräftetraining „Let Youth Take Control“. Insgesamt 28 Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, ehrenamtliche Jugendgruppenleiterinnen und Jugendgruppenleiter sowie Projektkoordinierende aus Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, Finnland, Griechenland und Malta beschäftigten sich bei “Let Youth Take Control” mit den Möglichkeiten der partizipativen Gestaltung von internationaler und lokaler Jugendarbeit. Dazu glichen sie zu Beginn die eigenen Vorstellungen und Definitionen von Partizipation ab.

Folgende Definition von Partizipation haben die Teilnehmenden in Gruppen erarbeitet: „Partizipation ist ein gemeinsamer Prozess, bei der die Beteiligten freiwillig an einer Sache auf ein Ziel hinarbeiten. Dieser Prozess ist charakterisiert durch Eigeninitiative, Entscheidungsfindung, Kreativität, Zusammenarbeit und Vertrauen. Durch diesen Prozess werden die Beziehungen in der Gruppe gestärkt, der Prozess macht Spaß und geht mit unterschiedlichen Lernerfahrungen einher. Er bringt Veränderungen, Innovationen, neue Ideen und Problemlösungen mit sich.“

Wie integrieren wir Partizipation in unsere tägliche Arbeit?

Im nächsten Schritt sollte es darum gehen, den Jugendlichen, mit denen die Teilnehmenden des Trainings täglich zu tun haben, Partizipation zu ermöglichen. „All die Jahre haben wir uns auf das Ergebnis, die internationale Jugendbegegnung konzentriert. Doch wäre es für mich viel interessanter, den Fokus auf den Entstehungsprozess zu legen und die Jugendlichen darin einzubinden. Ich bin überzeugt, dass auf diese Weise die Jugendbegegnung viel nachhaltiger wird“, fasst Smaro aus Thessaloniki, Griechenland, ihre Intensionen zur Entwicklung partizipativer Projekte zusammen.

In einem Open Space fanden sich Arbeitsgruppen, die gemeinsam Projekte zu ihren konkreten Anliegen entwickelten.

Entstanden sind

  • eine Kooperation, die in einem weiteren Fachkräfteseminar in Malta Projekte zu lokaler partizipativer Jugendarbeit entwickeln wird;
  • eine Kooperation aus Portugal, Finnland, Polen, Griechenland und Deutschland, die in einer Strategischen Partnerschaft Best Practice von internationaler partizipativer Jugendarbeit austauschen will und das anhand der bestehenden Projekte „Star of Europe“ aus Finnland und „wir weit weg“ aus Deutschland;
  • und eine Kooperation aus Griechenland und Finnland, die eine partizipative internationale Jugendbegegnung entwickeln will.

Grenzen und Chancen von Partizipation

Problematisch sahen einige Teilnehmende die unterschiedlichen Auffassungen von Partizipation, die sie in ihren Herkunftsländern vorfinden und so auch bei den Nationalagenturen, wenn es darum geht, gemeinsam mit anderen Ländern internationale Austauschprojekte zu machen. So fragte sich Jenna: „Wie können wir zusammen Projekte entwickeln, wenn die Entscheidungen über die Projektanträge bei den Nationalagenturen liegen, die in jedem Land andere Ansprüche haben und andere Regeln vorgeben?“

Diese Hürden zu thematisieren und vielleicht ein Stück weit aus dem Weg zu räumen, haben sich die oben genannten entstandenen Kooperationen zur Aufgabe gemacht. Insgesamt zeigten sich die Teilnehmenden jedoch sehr angetan vom partizipativen Arbeiten als solchem: „Wir haben im Prinzip auf zwei Ebenen gearbeitet. Wir haben inhaltlich über Partizipation gesprochen, durch die Form des Open Space haben wir aber gleichzeitig auch eine Methode von Partizipation erlebt und kennengelernt. Das war großartig“, so Camille aus Paris, Frankreich.

Das multilaterale Fachkräftetraining “Let Youth Take Control” wurde gefördert von Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Fünf Jahre wir weit weg – Erfolgreiche Internationale Jugendarbeit an sieben Oberschulen

Das Projekt der internationalen Jugendarbeit wir weit weg wird fünf Jahre alt. Am 19. November 2019 findet die Geburtstagsfeier von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der vdi – GaraGe in Leipzig statt. Mit dabei: über 100 Projektbeteiligte aus Deutschland und sieben europäischen Partnerländern, Förderer sowie Vertreter*innen von Schulen und Stadtverwaltung.

„Portugal war super. Ich habe mit meiner Mama gesprochen. Ich will jetzt das Abitur machen. Danach bin ich 18 und dann will ich einen Volunteer machen. Am liebsten dort in Lissabon“, berichtete Maja, damals 15 Jahre alt, begeistert. Sie war 2017 bis 2019 Teilnehmerin des wir weit weg-Projekts und hat, zusammen mit acht weiteren Mitschülerinnen und Mitschülern der Helmholtz-Oberschule Leipzig eine internationale Jugendbegegnung entwickelt und 2018 in Portugal durchgeführt.

Fünf Jahre, 120 Jugendliche, sieben Oberschulen, 13 internationale Jugendbegegnungen

Seit Projektbeginn 2014 haben etwa 120 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren an fünf Leipziger Oberschulen, einer Oberschule in Chemnitz und an der Oberschule Frohburg insgesamt acht internationale Jugendbegegnungen im Ausland entwickelt und durchgeführt. Dazu gab es fünf Rückbegegnungen in Deutschland. Unterstützung bei der Organisation erhielten die Jugendlichen durch jeweils zwei ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen und die hauptamtliche Projektkoordination der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.

Bei einer internationalen Jugendbegegnung treffen sich Gruppen von Jugendlichen aus mindestens zwei Ländern für etwa zehn Tage, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. „Fast Feet Slow Food“ war eine der internationalen Jugendbegegnungen, die im Rahmen von wir weit weg entstanden ist. Sie fand 2018 in Griechenland statt, die Rückbegegnung führten die Jugendlichen zusammen mit ihren beiden Coaches 2019 in Leipzig durch. Thematisch drehte sich alles um gesunden Lebensstil, Ernährung und Sport.

„Wir erreichen mit wir weit weg eine unterrepräsentierte Zielgruppe“

„Das Projekt wir weit weg zeigt seit fünf Jahren, dass es möglich ist, mit internationaler Jugendarbeit Jugendliche zu erreichen, die nicht das Abitur anstreben. Diese Zielgruppe ist in dem Feld bisher unterrepräsentiert“, so Christian Schmidt-Rost, Projektleiter der Internationalen Jugendarbeit bei der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. „Ausschlaggebend für den Projekterfolg ist die Kooperation von Schule und Trägern der außerschulischen Jugendbildung, die kontinuierliche Arbeit mit der Gruppe über einen längeren Zeitraum und die Möglichkeit, dass die Jugendlichen viele Entscheidungen selbst treffen. Sie wählen zum Beispiel das Zielland selbst und auch das Thema und das Programm gestalten sie“, so Christian Schmidt-Rost weiter.

Die Jugendlichen nehmen aus dem Projekt wir weit weg ein gestärktes Selbstwertgefühl mit, verbessern ihre Fremdsprachen- und Projektmanagement-Kenntnisse, machen zum Teil ihre erste Auslandserfahrung, bauen Vorurteile ab. Die ehrenamtlichen Coaches – meist Studierende – sammeln wertvolle Berufserfahrungen. Für die Schulen bedeutet das Projekt die Erweiterung ihres Ganztagsangebots und eine Internationalisierung des Schulalltags.

Am 19. November blicken wir auf all die Errungenschaften zurück und werfen auch einen Blick nach vorn – denn das ist für all die Beteiligten klar: Das Projekt muss weitergeführt werden und es sollen noch viele Jugendliche davon profitieren.

KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. teilt Wissen zur internationalen Jugendarbeit

Das Projekt Internationale Jugendarbeit hat in den vergangenen Jahren Fachwissen im Bereich der partizipativen internationalen Jugendarbeit gesammelt. Dieses teilen wir in verschiedenen Kontexten. Denn wir wollen mehr Fachkräfte ermutigen in das Feld der internationalen Jugendarbeit einzusteigen und mehr Jugendlichen ermöglichen Erfahrungen in pädagogisch begleiteten Mobilitätsmaßnahmen zu machen.

Konkret brachte sich Christian Schmidt-Rost in die Erstellung des Massive Open Online Course zur Organisation von internationalen Jugendbegegnungen des IJAB e.V. Fachstelle der Bundesrepublik Deutschland ein. „Dass wir zu diesem bundesweit wahrgenommenen Online-Kurs betragen durften, ist ein Zeichen für die Qualität unserer Arbeit“, zeigt sich Kristin Sroka, Fachbereichsleiterin Jugendarbeit KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.  angetan.

Die gesammelten Erfahrungen mit der Entwicklung von internationalen Jugendbegegnungen mit Jugendlichen werden zudem in einem Fachbuch dokumentiert, das 2020 im Wochenschau Verlag erscheinen wird. Der Arbeitstitel ist „Internationale Jugendbegegnungen partizipativ gestalten“. Dabei nimmt das Autorenteam (Babette Pohle, Jessica Reinsch, Diana Tillmann und Christian Schmidt-Rost) multiperspektivisch in den Blick und bietet auch konkrete Vorschläge, wie so ein Prozess gestaltet werden kann.

Um angehende Sozialarbeiter*innen für die Möglichkeiten von internationale Jugendarbeit  als Methode zu gewinnen, bietet Christian Schmidt-Rost zusammen mit Prof. Dr. Heike Förster an der HTKW Leipzig im Studiengang Soziale Arbeit das Wahlpflichtmodul „Internationale Kinder- und Jugendarbeit“ im WS 19/20 an.

Darüber hinaus bringen wir uns seit drei Jahren in die Diskussionen bei Forschung und Praxis im Dialog mit ein. Dieses Dialogformat wird vom transfer e.V. in Köln gestaltet und hat wesentliche Studien für das Feld, wie beispielsweise die Zugangsstudie.de oder die Panelstudie zu internationalen Jugendbegegnungen mit auf den Weg gebracht.

Abgesehen von diesen Projekten beraten wir selbstverständlich gerne Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendbildung und unterstützen bei der Entwicklung von internationalen Jugendbegegnungen.