Warum ERASMUS+ Jugend in Aktion so wichtig ist?

Beim Antrag für die Förderung unserer Arbeit durch die Stadt Leipzig stieß ich auf die folgende Übersicht: ” Warum Erasmus+ JUGEND IN AKTION so wichtig ist?” Man könnte sie gut ergänzen durch eine Grafik mit der Überschrift: “Warum die Förderung internationaler Jugendarbeit nach SGB 8 §11 durch die Kommunen so wichtig ist?” Beispielsweise ermöglicht erst diese, die europäische Förderung vor Ort richtig fruchtbar zu machen. Denn die aufwendigen europäischen Prozeduren brauchen Fachkräfte für die Umsetzung. Außerdem ermöglicht erst die kommunale Förderung eine Etablierung von Netzwerken von Trägern, (Ober-) Schulen und offener Jugendarbeit, die die internationale Jugendarbeit auch für Zielgruppen zugänglich machen, die nicht das Abitur anstreben. Daher hoffen wir darauf, dass die wachsende Stadt Leipzig die internationale Jugendarbeit auch weiter fördert und die Förderung ausbaut.

Wir weit weg 2017/18 – sächsische Jugendliche auf Entdeckungsreise in Europa mit der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.

Endlich geht’s los! Nach neun Monaten Vorbereitung und Vorfreude starten diesen Sommer die wir weit weg-Gruppen zu ihren Jugendbegegnungen. Im Rahmen von wir weit weg (www), dem interaktiven Jugendprojekt der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V. Internationale Arbeit, haben Jugendliche der siebten bis neunten Klassen in regelmäßigen Nachmittagstreffen ihre eigene internationale Jugendbegegnung gestaltet und organisiert. Dank der Förderung aus Mitteln des Innovationsfonds des Kinder- und Jungendplans des Bundes findet das Projekt an drei Oberschulen in Leipzig sowie an je einer in Frohburg und Chemnitz statt.

Die Gruppen trafen angeleitet von ihren Coaches (ehrenamtliche Studierende) viele Entscheidungen (welches Partnerland? Welches Motto für die Begegnung? Wie wollen wir reisen? Wie verwalten wir Finanzen sinnvoll?), übernahmen selbständig Planungsbereiche und arbeiteten sich in Themen ein („Spieleexperte“, „Planungsteam Filmabend“ oder „Team Länderpräsentation“) und arbeiteten mit Begeisterung und Zielstrebigkeit auf die Umsetzung ihrer Jugendbegegnung hin.

Heute fliegen als erste Gruppe die Jugendlichen der Helmholtz Oberschule nach Lissabon, wo sie sich mit ihrer portugiesischen Partnergruppe treffen. Mit ihnen wollen sie sich von Streetfootball bis Upcypling, sportlich und kreativ, mit den Themen Bewegung, Gesundheit und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Vor allem geht es aber darum, sich gegenseitig kennenzulernen und in den Workshops das Gefühl zu erleben, dass man gemeinsam etwas schaffen kann, obwohl alle nur schlechtes Englisch sprechen. Außerdem finden sich bei solchen Jugendbegegnungen fast immer neue Freunde. Diese Begegnung wird ebenso wie die meisten anderen durch eine finanzielle Förderung des Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission ermöglicht.

Im Juli fliegt dann die Frohburger www- Gruppe an die Ostküste Irlands und begibt sich gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Irland, Italien, Norwegen und der Türkei auf Entdeckungsreisen und Outdoor-Abenteuer unter dem Motto „Zurück in die Zukunft – kulturelles Erbe“. Im August treffen die Chemnitzer Jugendliche aus Finnland und Frankreich in Finnland. Dort werden sie sich über ihren Alltag und seine vielen Facetten austauschen sowie die Natur in Finnland entdecken. Ende August zieht es dann die Teilnehmenden der Oberschule Paunsdorf für eine Jugendbegegnung an die Côte d’Azur. In den Bergen nahe der französischen Südküste, um „Kultur und Vielfalt“ zu erforschen. Im Oktober startet schließlich die Gruppe der 56. Oberschule nach Griechenland, wo sie Begegnung und Austausch durch „Sport und Essen“ erleben wollen. Drei Gruppen werden im Frühjahr 2019 ihre Partner dann auch für eine Rückbegegnung in Sachsen begrüßen dürfen.

Aus alt mach neu! – Upcycle Your Life

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Zur Zeit der weißen Nächte, nämlich im Juli 2017 kamen in Estlands Hauptstadt Tallinn jeweils 5 TeilnehmerInnen aus 5 europäischen Ländern (Polen, Italien, Deutschland, Bulgarien und Estland) zusammen. Entrepreneurship und Kreativität waren gefragt, denn im Makerspace von Tallinn, einer Werkstatt ausgestattet mit allen möglichen Gerätschaften (Sägen, Holz, 3D Drucker, Lasercutter) galt es aus alten Materialien Neues zu schaffen. Upcycling heißt diese besondere DIY Methode. Im Gegensatz zum Recycling geht es nicht um die Aufwertung eines Abfallproduktes sondern um dessen Umwandlung und Neugestaltung. So wurden aus alten Telefonen mit Wählscheiben, leeren Whiskeyflaschen oder zerkratzten Schallplatten originelle Lampen, die anschließend nicht nur auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Tallinn zu sehen sondern für eine kleine Spende auch zu haben waren. Oben drauf gab es ein buntes Rahmenprogramm mit City Rally, interkulturellem Abend und Stadtrundgang. Ein Folgeprojekt ist auch schon in Planung und findet hoffentlich im Juli 2018 in Leipzig statt.

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Förderung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission sowie durch die Organisation und Durchführung durch das ehrenamtliche Engagement der Coaches International wie Jessica Reinsch.

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union

FOODconACTION 2 – Eine deutsch-italienische Jugendbegegnung in Leipzig

 

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Frei unter dem Motto von Shakespeare: „Geselliges Vergnügen, munteres Gespräch muss einem Festmahl die Würze geben“ trafen sich die 17 Jugendlichen aus Leipzig und Catania zur zweiten Runde der „FOODconACTION 2“ im April 2017 und zwar diesmal in Reibitz. Themenschwerpunkte bei der Jugendbegegnung in Italien waren die Verarbeitung und die Zubereitung von Lebensmitteln zu unterschiedlichen typischen Gerichten aus den jeweiligen Regionen der Jugendlichen. In Reibitz lag der Fokus überwiegend auf der Herkunft, dem Anbau und dem bewussten Konsum von Nahrungsmitteln.

Passend zum Thema der Begegnung übernachteten alle gemeinsam im Landschulheim Reibitz, das einen eigenen Bauernhof führt. Gleich zu Beginn konnten die Teilnehmenden dort die Herkunft einiger hier wachsender Lebensmittel erkunden. Sie lernten die Aufgaben und die Bedeutung der Landwirtschaft aus einer greifbaren Perspektive kennen. Dabei konnten die Teilnehmenden ein Bewusstsein für einen fairen und nachhaltigen Anbau entwickeln.

Bei einer Wanderung durch die umliegende Landschaft suchten die Teilnehmenden unter Anleitung  Wildkräutern  heimische Heil-, Gewürzpflanzen und lernten sie von Giftpflanzen zu unterscheiden. Ziel dabei war es diese Pflanzen und Kräuter in der Ernährung und im alltäglichen Leben z.B. als Zubereitung von Kräuterbutter oder Tees anzuwenden.

Um den italienischen Gästen die deutsche Brotbackkultur näher zu bringen, wurde eine alte Windmühle besucht und anschließend in Kleingruppen nach alter Tradition gemeinsam Brot gebacken und verspeist. Auch hier hatten die Jugendlichen die Möglichkeit persönliche Fragen an Experten zu stellen.

Um den italienischen Jugendlichen ein vielseitigeres Bild von Deutschland zu vermitteln, standen auch Exkursionen nach Leipzig und Berlin auf dem Programm. Die Gruppe der Petrischule Leipzig hatte eine Stadt-Rally durch Leipzig vorberietet. Bei den Ausflügen kam die Gruppe natürlich an kulinarischen Highlights wie Döner und Curry-Wurst nicht vorbei.

In dieser Woche „FOODconACTION 2“ lernten die Jugendlichen nicht nur etwas über die Umwelt und den Klimawandel mit Fokus auf „Essen“, sondern es kam durch die Begegnungen auch zu einem kreativen und kulturellen Austausch, der auf den Grundsätzen der Inklusion und Gleichheit basierte. Das Programm der Begegnung war wesentlich von den Teilnehmenden mitgestaltet worden.

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Förderung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission. Die Vorbereitung erfolgte im Rahmen des Projekts “Internationale Jugendarbeit trifft Schule – Wir weit weg” gefördert aus Mitteln des KJP Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ausgezeichnet wurde das Projekt mit dem Preis der Sächsischen Jugendstiftung “selbstverständlich menschlich”.

ERASMUS+ Förderprogramm der Europäischen Union

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